IPC-7711C/7721C Nacharbeit (= Rework), Modifikation und Reparatur (= Repair) von elektronischen Baugruppen

//IPC-7711C/7721C Nacharbeit (= Rework), Modifikation und Reparatur (= Repair) von elektronischen Baugruppen

Die B-Version des IPC-7711/7721, Nacharbeit, Modifikation und Reparatur von elektronischen Baugruppen, stammte aus dem Jahr 2007. Dadurch war eine Aktualisierung schon lange überfällig. Im Januar 2017 war es soweit und eine Aktualisierung des weitverbreiteten Standards in Form der C-Revision wurde veröffentlicht.

Der oben genannte Standard ist die IPC Zertifizierung mit dem höchsten Praxisbezug. Der Schwerpunkt des Schulungsprogramms sind Praxisübungen und für CIS Kandidaten ist die Theorie auf ein Minimum begrenzt.

Bewährte Anwender des Standards werden erfreut sein, dass IPC die Einteilung der früheren Versionen in drei Kapitel beibehalten hat. Das erste Kapitel ist der allgemeine Teil, das zweite Kapitel behandelt Ausführungen zur Nacharbeit und das letzte Kapitel beschäftigt sich mit Reparatur- und Modifikationsprozeduren. Die Anwender werden den gewohnten Stil schätzen. Dadurch wird die Anwendung der neu hinzugefügten Prozeduren vereinfacht. Die meisten Prozeduren beziehen sich auf moderne SMD Komponenten wie BGA und BTC Komponenten.

Regelmäßig werden neue Komponententypen entwickelt und auf dem Markt vorgestellt. Werden sie bei Nacharbeit ausgetauscht, müssen auch neue Techniken entwickelt werden. Spezialisten in der Elektronikindustrie sind für die Entwicklung verantwortlich und tragen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung dieser neuen Prozeduren bei. Diese werden in den IPC-7711/7721 Standard integriert. Vor der Integration neuer Prozeduren erfolgen erst lange und ausführliche Testreihen in der Praxis. Danach kommt die Beurteilung durch ein Team von Mitgliedern aus unterschiedlichen Unternehmen und Organisationen aus der Elektronikindustrie. Dazu gehören Mitarbeiter aus Schulungsfirmen, OEMs und EMS Unternehmen und Reparaturfirmen. Aufgrund dieser Vorgehensweise sind IPC Standards echte Industriestandards.

Der IPC-7711/7721 behandelt die folgenden Themen: eine Einleitung in allgemeine Nacharbeit- und Reparaturprozesse, Produktklassifikationen, Platinen-Arten, Kompetenzniveau, Arbeitsplätze, Werkzeuge, Materialien und Prozesse, Prozessziele und Richtlinien, Faktoren bei der bleifrei Verarbeitung, Entfernung von SMT und Through-hole Komponenten, Vorbereitung Lötaugen und Installation der Komponenten, primäre Erhitzungsmethoden: Konduktiv, konvektiv und andere, Handhabung elektronischer Baugruppen, Entfernen und Installieren von Through-hole (TGH) Komponenten, Entfernen und Installieren von Chip und MELF Komponenten, Entfernen und Installieren von SOIC/SOT, J-lead und QFP Komponenten, Entfernen und Installieren von BTC, Flip-Chip und BGA Komponenten, Leiterplattenkonduktor, Lötflächen- und Laminatreparatur, Modifikationen, Jumper Kabel, Drahtaufspreizung, Identifikation, Entfernung und Austausch konformer Beschichtungen, Tipps zu Pflege und Instandhaltung

Der Hauptteil des Dokuments besteht aus Prozeduren für viele Aufgaben im Bereich Nacharbeit, Reparatur und Modifikationen. Dies sind Aufgaben aus dem täglichen Arbeitsleben der Teilnehmer. Die verschiedenen Vorgehensweisen sind in dem Dokument deutlich und schrittweise beschrieben. Davon profitieren die Teilnehmer in der Schulung und werden zusätzlich von Trainern unterstützt.

Insbesondere bei Schulungen, bei denen es um das Erlernen von Ausführungen und Fertigkeiten geht, ist es von größter Wichtigkeit, dass die Teilnehmer die entsprechende IPC-7711C/7721 Ausbildung und Hilfestellung von erfahrenen Trainern erhalten. Die PIEK-eigenen Trainer verfügen über umfassende Erfahrungen und bieten optimale Begleitung im korrekten Umgang und in der Interpretation des Standards.
Profitieren Sie von den umfangreichen Erfahrungen der PIEK Trainer bei der Anwendung des Standards in der Praxis und vermeiden Sie dadurch Fehlinterpretationen und falsche Auslegungen in Ihrem Arbeitsalltag.

Sollten Sie die Anwendung des oben beschriebenen Standards in Erwägung ziehen, ist eine Schulung das geeignete Mittel den Standard grundlegend zu lernen. Dies gelingt mithilfe der entsprechenden IPC Zertifizierung. Schulungs- und Zertifizierungsprogramme werden von PIEK angeboten. Entweder als Schulung vor Ort in Ihrem Unternehmen (In-company) oder als regionales Training. So erhöhen Sie Ihren Kenntnisstand, lernen die korrekte Anwendung der Kriterien und vermeiden Fehlinterpretationen. Das spart Zeit und Geld.

Gut zu wissen: bei Praxisschulungen von PIEK können Sie aus einer Vielzahl von namhaften Herstellern von Lötausrüstungen wählen. Dies sind beim IPC-7711/7721 Ersa, Hakko, JBC, Metcal, Oki, Pace oder Weller.

2019-07-22T10:51:05+00:0026 Juli 2019|PIEK Neuigkeiten|