3-D-Druck in der Medizin: Gliedmaßen auch für benachteiligte Menschen

//3-D-Druck in der Medizin: Gliedmaßen auch für benachteiligte Menschen

Weltweit gibt es ungefähr 30 Millionen Menschen, denen ein oder mehrere Gliedmaßen fehlen. Die Ursachen sind Kriege, Formen von Gewalt, Unfälle und anderes. Nur für eine kleine Anzahl der genannten Person gibt es die Möglichkeit eine Prothese zu erhalten. Wir sprechen hier über circa 6 Millionen Menschen. Die anderen müssen ihr Leben meistens sehr eingeschränkt ohne eine Prothese meistern. Die Entwicklung im Bereich des 3-D-Drucks bietet auch benachteiligten Menschen eine Chance eine Prothese zu erhalten.

Die Kosten für eine Prothese sind hoch. In Abhängigkeit von der Komplexität kann eine Prothese bis zu 60 0000 Euro kosten. Die schnell fortschreitenden Entwicklungen im 3-D-Druck können bezüglich der Kosten schon bald Abhilfe schaffen. Werden Prothesen gedruckt betragen die Kosten ein paar Hundert Euros. Das ermöglicht auch Menschen in
finanziell schwächeren Umständen eine Prothese zu bekommen. Auch Menschen in Ländern, in denen das Gesundheitswesen unterentwickelt ist, könnten dann Prothesen erhalten.

Im Folgenden stellen wir Organisationen und Projekte vor, die 3-D-Druck als Fokus haben.
Das e-NABLE Projekt ist eine Plattform, auf der tausende Experten im Bereich des 3-D-Drucks Bauzeichnungen von Prothesen austauschen. Dies erleichtert die Konstruktion und Kalkulation der 3-D Gliedmaßen.

An der Universität von Manchester arbeiten Studenten unter Leitung ihrer Professoren an der Entwicklung einer Roboterhand, die von einem 3-D-Drucker hergestellt wurde. Die Hand kann tippen, eine Kaffeetasse festhalten, Telefonieren und noch andere Funktionen. Die Kosten betragen circa 350 Euro. Die Kreativität der Studenten hilft die diversen Funktionen der Roboterhand preiswert zu entwickeln

Die Technik und Anwendungsmöglichkeiten des 3-D-Drucks gehen mittlerweile einen Schritt weiter. Das Biotechnikunternehmen BIOLIFE4D hofft nächstes Jahr entwicklungstechnisch so weit zu sein, dass ein menschliches Herz gedruckt werden kann. Sollte dies gelingen, sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt. Dann könnten fast alle Organe aus einem Drucker kommen und die teilweise lange und kräftezerrende Wartezeit auf ein Spenderorgan wäre
Vergangenheit.

Wichtige, erste Schritte sind unternommen, sodass auch für benachteiligte Menschen die Chance größer wird eine bezahlbare Prothese zu erhalten. Die Zusammenarbeit und Synergie zwischen Industrie und Wissenschaft (Studenten) ist von größter Wichtigkeit. Die Industrie sieht den Schwerpunkt auf der Kosten- und Gewinnseite. Die Studenten
konzentrieren sich mehr auf kreative Lösungen und Anwendungen. Und zusammen erreichen beide Parteien das gewünschte Resultat: Prothesen bzw. Gliedmaßen zu einem erschwinglichen Preis. Dabei spielt der 3-D-Druck schon jetzt eine große Rolle, die in Zukunft noch wesentlich größer wird. Wir werden Sie über die neuesten Entwicklungen
informieren.

2019-05-22T11:36:09+00:0022 Mai 2019|PIEK Neuigkeiten|